Roadtrip Neuseeland: Mit dem Van über die Nordinsel

Im März 2018 haben Jan und ich uns einen großen Traum erfüllt. Eine 17-tägige Neuseelandreise in einem Van. 17 Tage für beide Neuseeland Inseln sind nicht gerade viel für alles, was Neuseeland zu bieten hat. Auch deswegen war die Reise mit dem Van ideal: Wir konnten viel Strecke in kurzer Zeit zurücklegen.

Neuseeland wurde zu der bislang schönsten Reise meines Lebens und eine große Inspiration für diesen Blog. Jan hat bereits über die Neuseeland Südinsel Tour berichtet, heute erzähle ich von den Highlights unserer Nordinsel Tour.

Unsere Route auf der Neuseeland Nordinsel beinhaltete folgenden Destinationen: Auckland – Taupo – Rotorua – Whakatane – Mount Maunganui – Auckland.

Wir sind an unserem zehnten Tag in Neuseeland um 6.30 Uhr mit Jetstar von Christchurch nach Auckland geflogen. Dort angekommen haben wir den nächsten McDonalds aufgesucht (DIE Location mit guter Internetverbindung und Steckdosen), um Lazycampers zu kontaktieren und den Übergabeort für den Camper festzulegen. Lazycampers hat einen tollen Service und hat den Camper, der in einem super Zustand war, um 12 Uhr zum Flughafen gebracht.

Roadtrip über die Neuseeland Nordinsel

Der Roadtrip über die Nordinsel wurde mit sehr guter Laune begonnen, denn wir waren wirklich begeistert von unserem Campervan. Dieser war ganz neu, bietete ausreichend Stauraum, einen neuen Gaskocher mit neuen Töpfen und ein gemütliches Bett.

Tag 10 – Ankunft in Auckland und Fahrt in Richtung Lake Taupo

Vollkommen überwältigt von der Südinsel haben wir uns von Pak’n’Save mit Lebensmitteln für die nächsten Tage eingedeckt und sind mit großen Erwartungen in Richtung Lake Taupo losgefahren.

Nicht weit vom See haben wir durch die Rankers App den kostenlosen Campingplatz in Whakamaru gefunden, der an einem schönen Stausee lag. Dort haben wir uns ausgeruht, ich habe Yoga mit Blick auf den See gemacht und Jan hat zur Erfrischung im See gebadet.

Tag 11 – Die Huka Falls und Lake Taupo

Als wir am Morgen in unserem Van aufwachten, war es ziemlich bewölkt und regnerisch, dementsprechend war die Luftfeuchtigkeit in unserem Campervan hoch und wir bemühten uns die Feuchtigkeit für die kommende Fahrt loszuwerden. Beschlagene Scheiben sind kein Spaß! Während Jan in Richtung Lake Taupo fuhr schaute ich mich Online nach schönen Aktivitäten bei nicht so schönem Wetter um.

Wir entschieden uns für ein kostenloses und empfehlenswertes Honigtasting im Huka Honey Hive, in der Nähe von Lake Taupo. Huka Honey Hive verfügt über Neuseelands größte Auswahl an Honigprodukten und du kannst Bienen bei ihrer Arbeit zusehen. Nachdem das Wetter besser wurde sind wir zu den berühmten und naheliegenden Huka Falls gefahren. Ein beeindruckender, aber uns etwas zu überlaufener Wasserfall.

Von dort aus haben wir einen zweistündigen Spaziergang zu den Hot Springs unternommen. Eine nette Strecke, in den Hotsprings wollten wir aufgrund der vielen Menschen aber auch nicht baden. Ich denke, wir waren von den vielen einsamen Spots in Neuseeland verwöhnt und wollten von zu touristischen Orten fernbleiben. Trotzdem sind die Hotsprings eine schöne Aktivität, vor allem bei Regen in Neuseeland.

Später sind wir in ein kostenloses Campsite im Tongariro Nationalpark gefahren, von dem aus wir am nächsten Tag unsere Tour zu den Tama Lakes unternehmen wollten.

Tag 12 – Tama Lakes Walk

Wir sind am zwölften Tag unserer Reise früh aufgestanden, um zu dem Startpunkt des Tama Lakes Walk zu fahren. Dort haben wir uns ausgerüstet, gut gefrühstückt und haben unsere Tageswanderung von 17 Kilometern gestartet. Der Tama Lakes Walk ist eine wunderbare Alternative zum Tongariro Apline Crossing und ermöglicht dir tolle Aussichten auf aktive Vulkane und die tiefblauen Tama Lakes. Ein absolut empfehlenswerter und nicht überlaufener Trek in vulkanischer Landschaft, der etwa 5-6 Stunden in Anspruch nimmt.

Nach der Wanderung haben wir nochmal ein Campsite im Tongariro Nationalpark aufgesucht, eine einsame Stelle gefunden und uns im Fluss erfrischt und gegessen.

Tag 13 – Fahrt nach Rotorua

Am nächsten Tag sind wir nach Rotorua gefahren, ein sehr touristisches Gebiet und nicht gerade unser Lieblingsspot. Hier kosten die meisten Sehenswürdigkeiten Eintritt und sind voller Menschen. Wir sind zu den wirklich beeindruckenden Redwoods gefahren, haben uns den teuren Walk allerdings gespart. Nachdem wir vergeblich nach schönen Campsites gesucht haben konnten wir nur einen überteuerten Campingplatz mit vielen Menschen finden. Einschlafen war schwer, da die einheimischen Jugendlichen am naheliegenden See mitten in der Nacht laut Musik gehört haben. Dieser Campingplatz war einer der teuersten und gleichzeitig schlechtesten unserer Reise. Neuseeland hat so viel schönere Orte zu bieten und wir waren froh, als wir unsere Reise am nächsten Tag fortführen konnten.

Tag 14 – Der Tarawera Trail

Der Tarawera Trail liegt circa 15 Minuten von Rotorua entfernt und bietet einen 15 Kilometer langen Dschungel Trek entlang des Tarawera Sees. Wir haben den Trek nur bis zu den Twin Rivers gemacht und haben auf dem Rückweg noch am schönen und einsamen Strand des Sees gegessen und sogar gebadet.

Nach dem Trail sind wir zum nächsten kostenlosen Campingplatz gefahren, der zweite mit einer Dusche. Der Campingplatz lag an einem Stausee, der zwar weniger schön war, aber die Dusche war nach der Wanderung perfekt und wir konnten unsere Kleidung waschen und noch gemütlich Abend essen.

Tag 15 – Kurzer Halt in der schönen Stadt Whakatane

Am nächsten Tag fingen unsere Tage am Meer an. Neuseeland ist so vielfältig in seiner Schönheit und so sind auch weiße Sandstrände ein Teil, den du nicht missen solltest. Wir sind nach Whakatane gefahren, eine Kleinstadt am Meer, die wirklich einen ganz besonderen Flair hat. Am Ohope Strand hat Jan nach Surboards gesucht, um zu Surfen.

Leider war der Stand an dem Tag geschlossen und stattdessen haben wir einen kurzen Walk zum Viewpoint, mit einer wirklich schönen Aussicht, gemacht. Daraufhin haben uns die kleinen Hipstercafé’s in Strandnähe angemacht, allerdings hatten diese kein Wifi und wir konnten nicht arbeiten. Stattdessen sind wir in Richtung Opotiki weitergefahren und haben dort in der Stadtbibliothek gearbeitet. Daraufhin haben wir einen ganz besonderen Campingplatz aufgesucht. Dieser war nämlich ziemlich abgelegen und auf dem Weg dorthin mussten wir drei kleine Flüsschen und eine halb weggebrochene Straße überqueren. Das war es jedoch wert, denn dieser einsame Campingplatz lag an einem wunderschönen Fluss, in dessen eiskalten Wasser wir badeten. Wir waren von Wald umgeben und nachts haben wir nicht nur Neuseelands atemberaubenden Sternenhimmel, sondern sogar Glühwürmchen gesehen. Ein absolutes Highlight.

Tag 16 – Surfen in Mount Maunganui

Mount Maunganui ist wirklich ein Ort zum Leben. Wir hatten tolles Wetter, als wir ankamen und fuhren durch eine schöne Stadt mit hippen Restaurant und Cafe’s, die direkt am Strand lag. Genau unser Geschmack. Jan hat sich dann ein Surfboard ausgeliehen und ist eine Runde surfen gegangen, während ich am weißen Sandstrand zuschauen, mich entspannen und die Aussicht auf den Berg Maunganui geniessen konnte. Leider gab es ziemlich viele Weißwasserwellen und die Conditions waren nicht die Besten zum Surfen. Nach unserem Tag in Mount Maunganui sind wir dann Richtung Auckland zurückgefahren und packten alles für unsere Rückreise zusammen.

Tag 17 – Rückfahrt nach Auckland

Etwas sentimental haben wir unsere Rückfahrt nach Auckland angetreten. Bevor wir den Campervan abgegeben haben kauften wir uns noch eine Riesenportion Fish’n’Chips, da ich dachte, das sollte man in Neuseeland mal probiert haben. Das sollte man nicht.

Wir haben von Lazycampers einen kostenlosen Shuttleservice zum Flughafen bekommen und mussten dann leider unsere Rückreise antreten. Ich glaub es ist mir noch nie so schwergefallen eine Reise zu beenden. Neuseeland war ein Traum, die Natur war atemberaubend, die Menschen freundlich und unser Roadtrip unvergesslich.

Unsere Highlights auf der Neuseeland Nordinsel

  • Huka Honey Hive
  • Tama Lakes Walk
  • Tarawera Trail
  • Einsamer Campingplatz am Fluss mit Glühwürmchen
  • Mount Maunganui

Unsere Tipps für drei Wochen Neuseeland

  • Bleib auf der Südinsel: Die Nordinsel ist zwar schön, aber für uns und viele andere kein Vergleich zur Südinsel Neuseelands. Landschaftlich ist die Südinsel um einiges beeindruckender und vielfältiger als die Nordinsel.
  • Kaufe ausreichend ein: Wenn du in Neuseeland mitten in der Natur bist wirst du keinen Supermarkt finden. Deswegen musst du vorplanen und dich für einige Tage mit Essen eindecken. Wir fanden Pak’n’Safe hatte eine große Auswahl zu günstigen Preisen. Zudem findest du ihn fast in jeder größeren Stadt.
  • Nutze Share a Camper: Das Airbnb für Campervans. Wenn du etwas vorausplanst schaue dich rechtzeitig nach Campern um, um gute Preise zu bekommen. Du sparst gegenüber den regulären Anbietern viel Geld, wenn du Vans von Privatanbietern mietest.
  • Installiere die NZ Rankers App: Insbesondere, wenn du dich nach kostenlosen (und nicht kostenlosen) Campingplätzen umschaust, ist diese App perfekt. Wir haben all unsere großartigen Campsites hier gefunden. Außerdem bietet die App Kommentarfunktionen und so kannst du Bewertungen anderer Camper ansehen. Auch kostenlose (aber auch kostenpflichtige) Treks werden hier angezeigt.
  • Vermeide Tanken in touristischen Orten: Die Tankpreise sind viel höher in touristischen Gebieten. Daher plane auch hier gut im Voraus.
  • Kostenlose Campingplätze nicht zu spät besuchen: Da es genug Menschen gibt, die auf Low-Budget in Neuseeland reisen, sind die kostenlosen Campsites begehrt. Daher ist es wichtig, dass du rechtzeig ankommst, sonst sind sie besetzt.
  • Kaufe Mittel gegen Sandflies: Die Südinsel von Neuseeland hat große Probleme mit Sandflies. Die Sandflies sind extrem lästig und verursachen starken Juckreiz, wo sie dich beissen. An manchen Stellen der Südinsel gab es dieses Jahr so viele Sandflies, dass man kaum inruhe draußen sitzen konnte. Deswegen lege dir unbedingt ein Mittel gegen Sandflies zu.
Über Jasmin 15 Artikel
Hi, ich bin Jasmin. Neben Yoga ist es die Natur, die mich auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Deswegen schätze ich kaum etwas so sehr wie ein gutes Outdoor-Abenteuer.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.