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Tipps für deine erste Hüttenwanderung

Ratgeber

Wenn du bislang immer Tageswanderungen unternommen hast, nun aber bereit für eine mehrtägige Tour mit Übernachtung bist, dann ist eine Hüttenwanderung genau das Richtige.

Kilometerlange Auf- und Abstiege mit spektakulären Ausblicken in die Natur, anschliessende Belohnung in Form eines deftigen Abendessens auf der Berghütte und den Sonnenaufgang am nächsten Tag vom Gipfel aus bestaunen: Eine Tour mit Hüttenübernachtung besitzt ihren ganz eigenen Zauber.

Vorteile einer Hüttenwanderung

Eine Hüttentour ist aus verschiedenen Gründen ein echter Genuss für Naturliebhaber.

  1. Weniger Gepäck: Wenn du in einer Hütte übernachtest musst du weder Outdoorkocher, Schlafsack oder Zelt mitschleppen, was sich positiv auf das Gewicht deines Rucksacks auswirkt und dein Wandererlebnis positiv beeinflusst.
  2. Leckere Mahlzeiten: Du musst dich nicht um Trekkingnahrung für mehrere Tage kümmern, sondern bekommst ein leckeres Frühstück, Mittag- und Abendessen auf der Hütte. Viele Hütten bereiten sogar Lunchpakete für die Wanderung vor.
  3. Spektakuläre Aussichten: Viele Hütten stehen an idyllischen Orten mit spektakulären Aussichten. Du kommst nach deiner Wanderung an und kannst dich mit einer Mahlzeit stärken, während du den Blick über die Natur geniesst.
  4. Gleichgesinnte Treffen: Auf einer Berghütte wirst du nur Outdooraktive treffen, da sie anders nicht zugänglich ist. Somit bist du von Gleichgesinnten umgeben, die genauso wie du in der Natur abschalten wollten.
  5. Direkt Losstarten: Aufgrund der guten Lage der meisten Berghütten befinden sich traumhafte Wanderpfade direkt vor der Tür – du kannst am frühen Morgen zum Beispiel direkt von der Berghütte zum Gipfel wandern, um den Sonnenaufgang zu geniessen.
  6. Endlich Offline Sein: Auf einer Berghütte hast du häufig kein Internet und keinen Handy-Empfang und somit keine Dauerablenkung. Du geniesst die Natur und hast einfach mal Zeit für dich.

Was für mich eine perfekte Berghütte ausmacht?

Ich bevorzuge urige, traditionelle Berghütten mit idealer Ausgangslage zu schönen Wandermöglichkeiten, mit atemberaubendem Ausblick, hochwertiger landestypischer Küche, herzlichen Wirtsleuten und sinnvollen Hüttenregeln.

Ich ziehe außerdem ein Doppelzimmer dem Bettenlager vor, da ich gerne etwas mehr Privatsphäre habe.

Vorbereitung auf eine Hüttentour

Eine Hüttentour ist also etwas ganz Besonderes. Wenn du nun aber das erste mal eine Hüttenwanderung unternimmst möchte ich dich auf wichtige Vorbereitungen, die du treffen musst, aufmerksam machen, sodass dein Erlebnis perfekt wird.

  • Die richtige Jahreszeit wählen: Die beste Jahreszeit für eine Hüttenwanderung im europäischen Gebirge sind Spätsommer und Herbst. Denn da sind die Hütten nicht überfüllt und die Pässe noch schneefrei.
  • Wettervorhersage verfolgen: Informiere dich nicht nur vor der Aktivität über die Wetterprognose, sondern auch währenddessen. Rechne im Gebirge mit plötzlichen Wetterumschwüngen und gehe so auf Nummer Sicher.
  • Schlafplatz auf der Hütte vorab reservieren: Prüfe zunächst, ob die Hütten zu deiner präferierten Jahreszeit überhaupt geöffnet haben und dann reserviere so früh wie möglich ein Einzel- oder Doppelzimmer – oder ein Bett im Schlafsaal.
  • Richtige Ausrüstung für Wanderung und Hüttenübernachtung: Für deine Wanderung benötigst du hochwertige und eingelaufene Wanderschuhe und Funktionskleidung und Wechselkleidung, die auch bei Wetterumschwung taugt. Außerdem benötigst du Hüttenkleidung und Hüttenschlafsack.
  • Richtigen Rucksack wählen: Für das Hüttenwandern benötigst du einen Wanderrucksack mit guter Fächeraufteilung und einem für dich idealen Tragesystem. Ein schlecht sitzender und unpraktischer Rucksack kann auf einer mehrtägigen Wanderung zur Qual werden.
  • Kondition prüfen: Wichtig ist, dass du die Hüttentour sowohl an deine Technik, als auch deine Kondition anpasst. Die mehrtägige Wanderung lässt sich nämlich nicht so einfach abbrechen und so tust du dir keinen Gefallen, wenn du dich oder andere überforderst.
  • Abstimmen: Falls du eine gemeinsame Hüttenwanderung mit anderen planst dann müsst ihr die Schwierigkeit der Tagesetappen und die benötigten Pausen auf den mit der schlechtesten Kondition abstimmen. Insbesondere wenn es eine Hüttenwanderung mit Kindern ist.

Packliste Hüttenwanderung: Was kommt in den Rucksack?

Bei einer mehrtägigen Hüttenwanderung musst du zwar weit weniger Gepäck einpacken als bei einer Tour mit Zelt und Verpflegung. Trotzdem gibt es neben deinem klassischen Wanderequipment das ein oder andere Teil, das bei deiner Hüttentour nicht fehlen darf:

Wir haben eine ausführliche Packliste für eine Hüttenwanderung zum Abhaken erstellt, die du dir als PDF herunterladen und ausdrucken kannst.


Hüttenwandern – Wissenswertes für Anfänger und Einsteiger:

  • Eine urige Berghütte ist kein Wellness-Hotel. Bevor du dich für eine mehrtägige Hüttentour entscheidest musst du dir dessen Bewusst sein.
  • Viele traditionelle Berghütten verfügen zwar über Toiletten und Waschbecken, jedoch über keine Duschen.
  • Außerdem gibt es häufig keinen Handy-Empfang oder W-LAN – und das ist auch gut so.
  • Viele Berghütten haben Hütten Regeln, an die du dich halten musst. Dazu kann die Hüttenruhe ab 22 Uhr gehören, oder die Hüttenschlafsack-Pflicht aus Hygienebedingungen.

Hüttenwanderung in den Alpen

Du weisst noch nicht genau, wo es hingehen soll? Das ist verständlich, denn es gibt unzählige Optionen, sowohl selbständige- als auch geführte Hüttentouren.

Eine Hüttentour in den Alpen ist dann etwas für dich, wenn du das europäische Hochgebirge von seiner schönsten Seite sehen willst. Diese Art der Wanderung ermöglicht dir jeden Tag einige Kilometer durch spektakuläre Landschaften zu wandern und täglich in einer neuen urigen Hütte zu übernachten.

Mein Tipp ist das Reiseziel Slowenien, das dir eine besonders wilde Seite des Gebirges präsentiert. Für eine mehrtägige Hüttentour in den Julischen Alpen im Triglav Nationalpark nimmst du dir idealerweise ein paar Tage zwischen Mai bis Oktober Zeit, Hütten sind einige vorhanden. Die Wege sind zwar steil und felsig, aber immer gut gesichert und machbar.

Klassische Alternativen sind Hüttentouren in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Italien.

Ein Hüttenverzeichnis mit über 100 urigen Berghütten findest du hier.

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