Roadtrip über die Südinsel von Neuseeland

Im März haben wir einen 17 tägigen Roadtrip durch Neuseeland gemacht. Uns war im Vorfeld klar, dass das nicht besonders viel Zeit ist um die vielen Spots und Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Um trotzdem möglichst viel zu sehen sah unser Plan wie folgt aus: Wir fliegen nach Christchurch, leihen uns für 8 Tage einen Van aus und erkunden die Südinsel. Dann fliegen wir nach Auckland, sind dort 9 Tage mit einem Camper unterwegs und schauen was die Nordinsel zu bieten hat.

Unsere geplante Route auf der Südinsel beinhaltete grob folgende Ziele:
Christchurch – Kaikoura – Hokitika – Wanaka – Geraldine – Christchurch

Nachdem wir bereits ein paar Trips mit unterschiedlich ausgestatteten Campervans gemacht haben, suchten wir ganz bewusst einen Van mit möglichst minimalistischer Ausstattung. Wir wollten nicht im Van kochen oder duschen, sondern nur schlafen. Alles andere machten wir außerhalb vom Van.

Über die Plattform ShareACamper haben wir schließlich einen Campervan nach unseren Ansprüchen gefunden – einen alten Toyota Estima inkl. Bettzeug, tragbarem Gaskocher und dem notwendigsten Kochequipment. Für 8 Tage haben wir dafür „nur“ knapp 500 Neuseeland-Dollar bezahlt.

So ein minimalistisch ausgestatteter Campervan bedeutet aber auch, dass du nur auf Campingplätzen stehen darfst, die für Non-Selfcontaind Fahrzeuge zugelassen sind. Durch die Rankers-App ist es aber kein Problem entsprechende Campingplätze zu finden.

Tag 1 – Ankunft in Christchurch
Nach der Ankunft in Christchurch sind wir direkt mit dem nächsten öffentlichen Bus nach Riccartion zu dem Haus von unserem Van-Vermieter gefahren und haben unser Zuhause für die nächsten 8 Tage abgeholt.

Danach ging es direkt in das nächste „The Warehouse“ um eine SIM-Karte zu kaufen damit wir auch unterwegs Internet haben. Als Nächstes haben wir bei „PAK’nSAVE“ unsere Verpflegung für die nächsten Tage eingekauft, kurz den Wagen vollgetankt und dann ging es schon los.

Auf dem Weg zum Grey River Campsite

Über die Rankers App haben wir uns einen kostenlosen Campingplatz gesucht, der für Non-Self Contained Fahrzeuge zugelassen war und in Richtung Kaikoura lag – den Grey River Campsite. Der Campingplatz ist ca. 62 Kilometer nördlich von Christchurch und liegt etwas erhöht in den Bergen wodurch es in der Nacht recht kalt wird.

Tag 2 – Von Amberley nach Hokitika

Nach einer sehr kalten ersten Nacht in unserem Van sind wir erstmal direkt in ein Café nach Amberley gefahren um uns bei einem Kaffee aufzuwärmen und unsere weitere Route zu planen. Da die Straße von Christchurch nach Kaikoura gesperrt war mussten wir umplanen und entschieden uns über den Arthurs Pass direkt an die Westküste nach Hokitika zu fahren.

Blick auf den Waimakariri River

Die Fahrt über den Arthurs Pass war geprägt von einer sehr abwechslungsreichen und beeindruckenden Landschaft. Insgesamt sind wir am 2. Tag mehr als 300 Kilometer gefahren, aber haben zwischendurch immer wieder kleine Pausen gemacht. Am Abend sind wir dann in Hans Bay am Lake Kaniere an einem tollen und sehr sauberen Campingplatz direkt am See angekommen. Ab hier ging es dann aber auch mit den Sandflies los und wir hatten natürlich kein entsprechendes Mittel dabei.

Tipp: Schau dir jede Nacht den Sternenhimmel in Neuseeland an

Tag 3 – Hokitika Gorge

Nach einem entspannten Frühstück am Lake Kaniere machten wir uns auf zum Hokitika Gorge. Wir hatten Glück und es waren nur sehr wenig andere Touristen an diesem Tag unterwegs.

Blick auf den Hokitika Gorge

Die Swingbridge am Hokitika Gorge ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv sondern man hat von ihr auch eine sehr gute Sicht auf den Hokitika Gorge. Für alle Hängebrücken-Fans ist sie ein weiteres Highlight auf der Südinsel.

Baden im eiskalten Hokitika River

Danach entschieden wir uns zu dem Campingplatz am Lake Ianthe Matahi zu fahren und dort unser Lager für die nächste Nacht aufzuschlagen. Der Platz liegt direkt am See und wir konnten einen sehr schönen Sonnenuntergang genießen. Leider ist der Harihari Highway in unmittelbarer Nähe des Platzes und durch die vorbeifahrenden Autos etwas unruhig.

Tag 4 – Franz Josef Glacier, Bruce Bay & Blue Pools

Am 4. Tag ging es am Morgen zum Franz Josef Gletscher. Wir wählten den Kā Roimata o Hine Hukatere Walk, der nicht besonders schwierig ist, aber eine gute Sicht auf den Gletscher bietet.

Auf dem Weg zum Franz Josef Gletscher

Danach ging es zur Bruce Bay wo wir beim Mittagessen eine kleine Gruppe Delphine beobachten konnten.

Am Nachmittag sind wir dann den Haast Pass entlang gefahren, haben die spektakuläre Kulisse genossen und sind noch kurz in den Blue Pools baden gegangen.

Blue Pools

Übernachtet haben wir auf dem Kids Bush Reserve Camping Ground am Lake Hawea.

Sonnenuntergang am Lake Hawea

Tag 5 – Roys Peak

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es am 5. Tag nach Wanaka bzw. direkt zum Startpunkt für den Roys Peak Track. Durch die kontinuierliche Steigung ist der Track sehr anstrengend – Bis zum Gipfel müssen über 1288 Höhenmeter überwunden werden. Bei trockenem Wetter ist der Track gut mit Sport- oder leichten Trailrunning-Schuhen zu bewältigen.

Auf dem Weg zum Roys Peak
Blick vom Roys Peak

Nach dem Track haben wir uns noch kurz in dem Lake Wanaka abgekühlt und sind dann zum Ahuriri Bridge Campingplatz gefahren.

Tag 6 – Lake Tekapo
Auf dem Ahuriri Bridge Campingplatz sind wir nur sehr kurz über Nacht geblieben und am nächsten Morgen früh Richtung Lake Tekapo weitergefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir einen sehr schönen Platz mit Blick auf den Mount Cook am Lake Pukaki gefunden und sind dort direkt in das eiskalte Wasser gesprungen und haben dann in der Sonne gefrühstückt.

Frühstück mit Blick auf Mount Cook

Dann ging es weiter zum Lake Tekapo – Wir schauten uns die Church of the good Sheppard an und machten Siesta im Schatten der Bäume.

Lake Tekapo

Vom Lake Tekapo ging es an zahlreichen Merinoschaafen (die unter anderem die Merinowolle für die Icebreaker-Funktionskleidung liefern) vorbei zum O´Neils Reserve, wo wir die über Nacht blieben.

Tag 7 – Rakaia Gorge
Am 7. Tag wollten wir einen Daytrack zum Mount Hutt machen. Es regnete allerdings recht stark und wir waren noch vom Roys Peak Track erschöpft, so dass wir nach einem kurzen Stopp am Rakaia Gorge ein Café in Darfield aufsuchten. Von dort ging es dann am späten Nachmittag zum Lake Ellesmere wo wir auf dem Timber Yard Point Lakeside Domain Campingplatz über Nacht blieben.

Tag 8 – Rückfahrt nach Christchurch
Am 8. Tag mussten wir schließlich unseren Rückweg antreten. Vom Lake Ellesmere war die kleine Hafenstadt Lyttelton unser nächstes Ziel. Die Fahrt entlang der Küste war sehr schön und in Lyttelton machten wir nochmal einen kurzen Stop bevor wir nach Christchurch zurückgekehrt sind. In Christchurch haben wir dann den Van zurückgegeben, im botanischen Garten gechillt und am Abend in unserer Airbnb-Unterkunft unsere Tour über die Nordinsel vorbereitet.

Unsere Highlights auf der Südinsel

Wir waren zwar nur 8 Tage auf der Südinsel, doch wir haben unglaublich viel gesehen, haben einige Daytracks gemacht und hatten eine super Zeit. Besonders die spärlich besiedelte Westküste von Neuseeland ist unglaublich schön. Die Highlights von unserem Roadtrip über die Südinsel sind:

  • Die Fahrt über den Arthurs Pass
  • Baden im Hokitika Gorge
  • Die Aussicht vom Roys Peak
  • Die Fahrt über den Haast Pass
  • Das blaue Wasser der Blue pools

Weitere Artikel & Tipps für einen Roadtrip

Sebastian von OffThePath gibt in seinem Artikel viele weitere Tipps für einen Trip über die Südinsel von Neuseeland: https://www.off-the-path.com/de/roadtrip-neuseeland-suedinsel/

Weitere Inspirationen für einen Roadtrip findest Du auch im Rahmen der Aktion „Mein Lieblingsroadtrip“ von Sabrina.

Über Jan 34 Artikel
Ob Tageswanderungen und mehrtägige Trekkingtouren durch den Dschungel, die Wüste oder die Berge - Ich genieße es aktiv in der Natur zu sein.

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