Mount Batur Sunrise Trek auf Bali

Wandern auf Bali

Der Mount Batur Sunrise Trek ist ein beliebter Trek auf den zweithöchsten Vulkan Balis (1717 Meter) und wird von den einen gehasst und den anderen geliebt. Der Trek ist für Anfänger eine Herausforderung, für bereits erfahrene „Bergsteiger“ eine einfache Tour.

Der aktive Vulkan „Gunung Batur“ gilt nach den Hindus als einer der heiligen Berge auf Bali. Die umgebende Landschaft ist atemberaubend und deswegen sind Wanderungen auf den Vulkan sehr beliebt. Wir haben die Wanderung vor einem Jahr gemeinsam mit Freunden aus Deutschland gemacht.


Mount Batur Eckdaten

  • Schwierigkeitsstufe: Moderat
  • Kosten: 300 k – 500 k IDR
  • Dauer Mount Batur Trek: Vier Stunden gesamt
  • Höhe bis zur Spitze: 1717 Meter
  • Temperatur: 8° bis 15° Celsius
  • Ort: Toyabungkah im Distrikt Kintamani
  • Parkmöglichkeiten: Ja
  • Toilette: Am Startpunkt

Benötigtes Equipment

  • Wanderschuhe oder Sportschuhe
  • Warme Funktionskleidung, Baselayer aus Merinowolle
  • Stirnlampe
  • Schal und Mütze
  • Kamera
  • Trinken und Snacks

Startpunkt der Mount Batur Wanderung

Der Ausflug startete mitten in der Nacht: Wir wurden um 1.30 Uhr in der Früh von unserer Haustür in Pererenan abgeholt und zum Startpunkt Toyabungkah im Distrikt Kintamani gefahren. Bis dorthin waren es etwa zwei Stunden Fahrt.

Angekommen wurden wir unserem Guide vorgestellt: Bagawata war ein junger Balinese, der über beide Ohren strahlte, viel zu erzählen hatte und neugierig Fragen stellte. Er überreichte uns ein paar Kekse und unsere Taschenlampen, da es bei einem Sunrise Trek logischerweise stockduster ist. Nachdem jeder nochmal eine Toilette aufsuchte ging es auf 600 Höhenmetern los.

Der Trek ist in drei Bases aufgeteilt. Die erste Base ist anfangs wirklich sehr einfach und fühlt sich fast wie ein Spaziergang an. Irgendwann gab es eine Abzweigung und wir wurden gefragt, ob wir den schweren aber kürzeren Weg nehmen wollten, oder den längeren, aber leichteren Weg bevorzugten.

Aufstieg auf den Mount Batur Gipfel

Wir entschieden uns für den schwereren Weg. Hier angefangen wurde es etwas steiler. Die zweite Base war dann nicht nur steil, sondern insgesamt herausfordernder. Die Wege wurden enger und aufgrund der Dunkelheit sahen wir nicht mehr wo wir hintraten und mussten teilweise richtig klettern.

Nach unten schauend sah ich viele Lichter der Taschenlampen aufgereiht auf dem Weg zum Mount Batur. Apropos Taschenlampe: Die unseres Freundes gab bereits am Anfang den Geist auf und so musste er den Weg mit seinem Handy beleuchten.

Tipp: Nimm dir eine Stirnlampe mit, damit du für den Aufstieg beide Hände frei hast.

Gegen Ende der zweiten Base stand ein kleines Häuschen, an dem man eine Pause machen konnte, allerdings war es so kalt, dass wir nicht aufhören wollten uns zu bewegen.

Ich tat mich während des Aufstiegs ziemlich schwer, da ich mich an dem Tag nicht fit zum Wandern fühlte und die Kombination mit der zunehmenden Höhe und der Ahnungslosigkeit, wo ich genau hintrat, mich ganz schön mitnahm. Die Guides waren aber sehr hilfreich und geduldig. Die Base Zwei dauerte am Längsten. Base Drei erforderte viel Konzentration, da es steil bergauf ging und der Weg voller Geröll war und es dadurch sehr rutschig wurde.

Nach etwas mehr als zwei Stunden Aufstieg in der Dunkelheit kamen wir oben an. Und dort war es wirklich kalt und nebelig und wir mussten alle mitgenommenen Klamotten anziehen und uns dicht nebeneinander setzen. Wir bekamen ein spärliches Frühstück und der versprochene Kaffee blieb leider aus.

Leider zog der Nebel nicht weiter und so haben wir den Sonnenaufgang, für den wir den ganzen Weg nach oben gestiegen waren, verpasst. Die Natur spielt wie sie spielt und so muss du eben auch mit Nebel rechnen. Was ich allerdings enttäuschend fand war das Frühstück. Anders, als angekündigt, war das weder köstlich noch vom Dampf des aktiven Vulkans zubereitet.

Abstieg und Rückkehr vom Vulkan Batur

Enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg. Auf dem Weg nach unten wurde es dann klarer und wir durften doch noch die atemberaubende Landschaft bestaunen. Allein für diesen Ausblick hatte sich die Tour gelohnt. Der Abstieg ist jedoch gar nicht so einfach, da der Weg hier aus Geröll besteht und man aufpassen muss, dass man sich auf den müden Beinen halten kann.

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz unterhielt ich mich sehr lange mit unserem Guide Bagawata und fand heraus, dass er zweimal täglich Gruppen zum Mount Batur leitete und pro Aufstieg lediglich 100.000 indonesische Rupiah verdiente. Wir bezahlten für den Sunrise Trek insgesamt 3.000.000 indonesische Rupiah und ich konnte kaum fassen, wie wenig der Guide davon abbekam.

Diese Information versetzte mir einen ordentlichen Dämpfer und bestätigte die Dinge, die wir vor unserem Trek über die mafiösen Machenschaften rund um die Vulkantouren hörten.

Worauf musst du unbedingt achten?

    Warme Kleidung: Auf Bali ist es meistens sehr warm, deswegen unterschätzen viele die kühlen Temperaturen bei der Nachtwanderung auf den Gipfel. Während dem Aufstieg bist du in Bewegung, aber sobald du eine Pause einlegst wird es sehr kalt. Insbesondere auf dem Gipfel wirst du es bereuen, wenn du keine warme Kleidung dabei hast.
    Gute Wanderschuhe: Es ist dunkel und steinig, daher brauchst du in deinen Schuhen guten Halt. Idealerweise ziehst du Wanderschuhe mit einem guten Profil an. Mindestens müssen es Trailrunningschuhe, oder bequeme Sportschuhe sein. Denke nicht daran es den Guides nachzumachen und in Flip Flops hochzuwandern.
    Eigene Stirnlampe: Eine Stirnlampe gibt es bereits sehr günstig zu kaufen und ist bei dem Aufstieg eine große Erleichterung. Bei einer geführten Sunrise Trek Tour bekommst du zwar eine Taschenlampe, aber dafür hast du nur eine Hand zum Klettern frei. Außerdem ist die Taschenlampe von unserem Freund während dem Wandern ausgegangen. Sicher ist sicher.

Da wir 18 Monate auf Bali gelebt haben, haben wir eine Trekking auf Bali Liste erstellt, in der du weitere Anregungen zum Wandern im Dschungel, in Reisterrassen, oder auf Vulkane finden kannst.


Weitere Erfahrungsberichte zur Gunung Batur Sunrise Trekking Tour auf Bali

Melissa von Indojunkies hat einen hilfreichen Bericht über die Gunung Batur Trekking-Tour auf Bali geschrieben:
https://indojunkie.com/ueber-daecher-balis-trekking-tour-auf-gunung-batur/
Jan von Follow your Feet hat einen tollen Erfahrungsbericht mit großartigen Bildern verfasst, die Lust auf mehr machen:
https://www.follow-your-feet.com/inspiration/erfahrungsbericht-mount-batur-sunrise-trekking-tour-auf-bali/

Über Jasmin 40 Artikel
Hi, ich bin Jasmin. Neben Yoga ist es die Natur, die mich auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Deswegen schätze ich kaum etwas so sehr wie ein gutes Outdoor-Abenteuer.

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