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Babytrage zum Wandern: Fullbuckle, Halfbuckle oder Mei Tai?

Von Jasmin | Letzte Aktualisierung am 25. Juli 2020

Die Babytrage ist neben der Kraxe und dem Tragetuch eines der beliebtesten Tragehilfen zum Wandern. Mit der Babytrage bist du flexibel, bietest deinem Baby beim Wandern die ersehnte Nähe und hast im Gegensatz zum Kinderwagen die Hände frei.

Beim Kauf einer Babytrage wirst du schnell feststellen, dass es verschiedene Arten und Kaufkriterien gibt, auf die du achten solltest. In unserem Babytragen Ratgeber erklären wir dir die Unterschiede zwischen Fullbuckle, Halfbuckle und Mei Tai und die Vor- und Nachteile zum Wandern. Außerdem erläutern wir dir die wichtigsten Kaufkriterien und listen empfehlenswerte Hersteller.


Die ideale Babytrage zum Wandern

Bei den Babytragen wird zwischen Mei Tai, Fullbuckle und Halfbuckle unterschieden.

Wir empfehlen zum Wandern vor allem die Fullbuckle, da sie gepolsterte Schulter- und Hüftgurte hat, die mit Schnallen und Gurten einstellbar sind. So kann das Gewicht des Babys gut verteilt und die Schultern entlastet werden. Außerdem ist sie, wenn sie erstmal richtig eingestellt ist sofort einsatzbereit und es stören keine langen Stoffenden beim Wandern.

Der Vollständigkeit halber stellen wir hier aber auch die Mei Tai und die Halfbuckle vor. Wer sofort zur Fullbuckle springen will kann das hier tun.

Mei Tai

Die Mei Tai Babytrage hört sich nicht nur asiatisch an, sie kommt auch aus dem asiatischen Raum.

Sie eignet sich besonders für diejenigen, die gerne das Prinzip des Tragetuch mögen, allerdings nicht das „komplizierte“ Binden und Wickeln des Tragetuchs. Es verbindet quasi die Vorteile von Tragetuch und Babytrage.

Sowohl Hüftgurt, als auch Schulterträger bestehen aus einem langen Tuchstoff, sodass sie auf dem Rücken überkreuzt und unter dem Kind verknotet werden können.

Die Mei Tai besteht aus einem rechteckigen Rückenteil. In dieser Tragehilfen Variante wird die Anhock-Spreiz-Haltung ermöglicht, außerdem kann ein schöner runder Rücken gemacht werden.

Sie ist direkt nach der Geburt einsetzbar – auf dem Bauch, Rücken und bei manchen Modellen sogar seitlich.

Halfbuckle

Im Gegensatz zur Mei Tai besteht der Hüftgurt bei der Halfbuckle Trage nicht mehr aus langem Stoff, der geknotet werden muss, sondern ist viel kürzer und wird mit einem Klettverschluss oder einer Schnalle geschlossen. Der Hüftgurt lässt sich in seiner Weite verstellen. Das Gute ist, dass er – solange der Träger derselbe bleibt – nur einmal eingestellt werden muss.

Der Hüftgurt lässt sich generell fester um den Bauch wickeln und die Schultern von Mama und Papa werden beim Tragen besser entlastet als bei der Mei Tai Trage. Die Schulterträger bestehen jedoch ebenso aus einem langen Tuchstoff, der gebunden werden muss.

Ab wann ist die Halfbuckle einsetzbar? Auch bei der Halfbuckle kann der Einsatz wegen dem weichen Rückenteil direkt nach der Geburt erfolgen. Der Steg muss immer schön angepasst werden, um die Anhock-Spreiz-Haltung zu sichern.

Fullbuckle oder Vollschnallentrage

Die Fullbuckle ist die beliebteste unter den Babytragen, insbesondere unter Wandereltern. Warum? Bei der Fullbuckle wird gar nicht mehr gebunden, sondern sie wird komplett über Schnallen und Gurte eingestellt. Sie ist nach einmaligem Einstellen sofort einsatzbereit und muss nicht mehr aufwändig gewickelt werden.

Die Schulterpolster sind oft breit und gepolstert und sie werden ebenso wie der Hüftgurt durch Gurte und Schnallen wie ein Rucksack eingestellt. Die breiteren Gurte und Träger verteilen das Gewicht des Kindes besser und entlasten die Schultern, sodass das Gewicht auf den Hüften getragen wird. Das ist gerade bei längeren Wanderungen – oder wenn das Kind schwerer wird – ein großes Plus.

Außerdem stören beim Fullbuckle keine langen Stoffbahnen, die beim Wandern „rumhängen“.

Gegenüber der Mei Tai und der Halfbuckle ist die Fullbuckle Babytrage für Wanderungen also um Einiges besser geeignet.


Bekannte Hersteller von Fullbuckle Babytragen

Wir haben Fullbuckle Babytragen von Manduca und Ergobaby getestet und waren sehr zufrieden mit ihnen. Sie gehören mit zu den beliebtesten Herstellern von Babytragen.

  • Manduca
  • Ergobaby
  • Ruckeli
  • Fidella Fusion
  • oder Emeibaby Babytrage

Babytrage: Vorteile und Nachteile

Die Babytragen punkten insbesondere bei Gewicht, Ergonomie und dem engem Körperkontakt mit Mama oder Papa. Nachteile sind, dass das Kind ab etwa einem Jahr mehr sehen will und unruhig in der Babytrage wird. Dann ist aber auch ein guter Zeitpunkt um zu einer Kraxe zu wechseln.

Vorteile

  • Packmaß und Gewicht: Ein großes Plus bei den Babytragen ist, dass sie einfach zusammengefaltet werden können und kaum Eigengewicht haben. Vor allem wenn sie aus einem Tragetuchstoff bestehen wiegen sie kaum etwas. Daher sind sie sowohl gut verstaubar als auch kaum zusätzlicher Balast neben deinem Kind. Gerade bei längeren Wanderungen macht das einen großen Unterschied.
  • Ab Geburt einsetzbar: Die meisten Tragehilfen wie Tragetücher und Babytragen sind bereits ab der Geburt zum Wandern einsetzbar. Voraussetzung ist, dass sie über einen verstellbaren Steg und einen weichen Rücken verfügen, sodass das Kind darin die Anhock-Spreiz-Haltung und einen runden Rücken einnehmen kann.
  • Enger Körperkontakt: Was sowohl Eltern als auch Kindern bei einer Babytrage gut tut ist der enge Körperkontakt, der ermöglicht wird. Entweder werden die Kinder nämlich Bauch an Bauch oder Bauch an Rücken getragen, was die Bindung zum Kind stärkt aber auch die Möglichkeit schafft stets die Körpertemperatur und Stimmung des Kindes prüfen zu können. Auch wenn du im Herbst oder Winter wanderst spendest du deinem Kind so Wärme, was in einer Kraxe zum Beispiel nicht möglich ist.
  • Gewichtsschwerpunkt: Bei der Babytrage ist, anders als bei der Kraxe, der Schwerpunkt ganz nah am Körper des Tragenden. Das macht es für Mama oder Papa viel leichter das Kind zu tragen und die Balance zu wahren, auch wenn es etwas schwerer wird.

Lesetipp: Einen sehr hilfreichen Beitrag zu den vielen weiteren Vorteilen von Babytragen findest du im Artikel von Tragemutti.


Nachteile

  • Schwitzen: Der enge Körperkontakt ist sowohl Vorteil als auch Nachteil. Denn beim Wandern mit der Babytrage im Frühling, Sommer oder Herbst kann es nämlich sein, dass du ins Schwitzen kommst und dann dein Kind vollschwitzt. Die Gefahr daran ist, dass es gerade beim Bergwandern auch mal windiger werden kann, insbesondere wenn du auf dem Gipfel ankommst. Wenn du dann keine Wechselklamotten dabei hast kann dein Kind sich unterkühlen.
  • Eingeschränkte Sicht: Für die ganz Kleinen ist die eingeschränkte Sicht eher von Vorteil. Wenn die Kinder jedoch „älter“ und neugieriger werden wollen sie sehen, was um sie herum geschieht. In der Babytrage ist das nicht nur auf dem Bauch, sondern auch auf dem Rücken nicht so einfach. Es kann lediglich zur Seite gesehen werden und auch da ist die Sicht eher eingeschränkt.
  • Langeweile: Wenn die Neugierde kommt und das Kind aber nur eingeschränkte Sicht hat, dann kann ihm auch langweilig werden. Da zwischen dem Träger und dem Kind außerdem nur wenig Platz ist kann es sich nicht so gut bewegen und wegen dem Platzmangel nur schwer mit dem Lieblingskuscheltier oder der Rassel spielen. Das heisst auch Ablenkungsmanöver werden nicht unbedingt funktionieren.

Die wichtigsten Kaufkriterien bei Babytragen

Bitte lasse dich nicht von Testseiten im Internet ködern, die nur Geld verdienen möchten. Bedenke, dass es ganz individuell ist, welche Babytrage für dich und dein Baby die Beste ist. Unsere Kaufkriterien können dir helfen die richtige Entscheidung zu treffen, da wir uns insbesondere auf eine Babytrage zum Wandern spezialisieren. Ansonsten kannst du dich im Fachgeschäft beraten lassen oder direkt die Hersteller kontaktieren.

Verstellbarer Steg

Das wichtigste Kriterium, das du beim Kauf deiner Tragehilfe (auch bei der Kraxe und Babytragetuch) berücksichtigen solltest ist, dass dein Baby darin die Anhock-Spreiz-Haltung einnehmen kann. Denn lediglich mit einem verstellbaren Steg ist die Anhock-Spreiz-Haltung gewährleistet, sodass das Baby ergonomisch sitzen kann.

Gut zu wissen: Unter der Anhock-Spreizhaltung versteht man die Körperhaltung, die dein Neugeborenes automatisch einnimmt, wenn du es hochhebst: Die Beine sind angehockt, die Knie sind auf Nabelhöhe und die Oberschenkel sind leicht abgespreizt.

Weicher Rücken

Neugeborene und Babys brauchen eine Babytrage, in der sie einen runden Rücken machen können, sodass der Rücken nicht geschädigt wird. Deswegen sollte der Stoff der Babytrage schön weich sein. Eine Kraxe ist genau aus diesem Grund nicht für Babys geeignet, sondern erst dann einsetzbar, wenn das Kind eigenständig sitzen kann.

Komfortables Tragesystem

Eine Fullbuckle ist deswegen so zum Wandern geeignet, weil sie sowohl breite, als auch gepolsterte Hüft- und Schultergurte hat, die durch Schnallen und Gurte individuell eingestellt werden können. So kann das Gewicht des Babys oder Kleinkindes ideal verteilt und die Schultern entlastet werden.

Größe und Gewichtsangabe

Beim Kauf ist es wichtig auf die Größe und Gewichtsangabe zu achten. Meistens eignen sich die Baby-Size Babytragen für Kinder bis maximal 15 Kilogramm. Später muss man auf die Toddler-Size zurückgreifen. Du solltest dir generell angewöhnen auf Größe- und Gewichtsangaben zu achten, anstatt auf das Alter, da jedes Kind anders wächst.


Tipps zum Wandern mit Babytrage

Bei etwas längeren und anspruchsvolleren Wanderungen eignet es sich die Babytrage auf dem Rücken statt auf dem Bauch zu tragen. Wenn du die Trage auf dem Rücken hast gewinnst du zum Einen an Trittsicherheit, da du Füße und Weg siehst. Außerdem wird das Baby mit zunehmendem Gewicht irgendwann eine Belastung für deine Schultern und deinen Rücken, wenn du es auf dem Bauch trägst.

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